Als sie den Kellner Jean (Colin Farrell) aus einfachen Verhältnissen kennenlernt, brechen die Gefühle über. Jean lockt, fordert heraus und verführt – und Julie folgt ihm in einem intensiven Wechselbad aus Verlangen und Angst.
Küchenmädchen Kathleen (Samantha Morton) beobachtet das Ganze von außen, und ihr Entsetzen und ihre moralischen Konflikte spiegeln die Folgen von Liebe, Begierde und gesellschaftlichem Zerfall wider.
Die Geschichte entfaltet sich in einer karnevalesken Mittsommernacht, in der sich die Klassen vermischen und Normen sich auflösen.Regisseurin Liv Ullmann hat sich entschieden, viel von August Strindbergs Originaltext und dessen chaotischer Spannung (das Stück stammt aus dem Jahr 1888) beizubehalten, obwohl die Handlung geografisch von Schweden verlegt wurde.
Die Kamera fängt die beklemmende Atmosphäre der Küche und Julies einsame Wanderungen durch das Anwesen ein, wo ihr Untergang in Körpersprache und Blick deutlich wird. Die Musik von Schubert und Bach unterstreicht die emotionale Aufruhr.„Fräulein Julie“ ist ein Porträt von Jugend, Sehnsucht und emotionalem Chaos und zeigt, wie eine einzige Nacht alles verändern kann. Vielleicht
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